"Brandstifter wollen Regierung erpressen": Griechenland will Moria-Flüchtlinge nicht nach Deutschland lassen - Politik - e-Nachrichten 24

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Dienstag, 15. September 2020

"Brandstifter wollen Regierung erpressen": Griechenland will Moria-Flüchtlinge nicht nach Deutschland lassen - Politik

Die Bundesregierung will bis Mittwoch entscheiden, ob und wie mehr Flüchtlinge von der Insel Lesbos nach Deutschland kommen. Die hitzige Debatte über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland könnte sich jedoch als unnötig erweisen: Griechenland wird unter keinen Umständen Flüchtlinge von der Insel Lesbos entlassen wollen.
Wie der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Montag erneut klarstellte: Die griechische Regierung wird Erpressung nicht zulassen. "Es besteht kein Zweifel, dass Moria von einigen hyperaktiven Flüchtlingen und Migranten verbrannt wurde, die die Regierung erpressen wollten, indem sie Moria verbrannten und ihre sofortige Entfernung von der Insel forderten", wurde Tagesschau zitiert.
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Daher müssen alle Flüchtlinge auf der Insel bleiben und in ein neues Lager ziehen.
Die griechische Regierung hat Angst vor den Nachahmungseffekten anderer Flüchtlingslager. Derzeit gibt es auf den griechischen Inseln eine Handvoll Elendlager, in denen die Situation nicht besser ist als in Moria.

Deutschland will weiterhin nach einer europäischen Lösung suchen

Stattdessen schlägt die griechische Regierung vor, dass EU-Länder Flüchtlinge aufnehmen, die ihre Asylverfahren abgeschlossen haben und auf dem griechischen Festland gelebt haben. Deutschland sei bereits darüber informiert worden, sagte der griechische Ministerpräsident. Die EU muss auch beim Bau und Betrieb neuer Lager helfen.
Laut der Nachrichtenagentur AFP will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bis Mittwoch entscheiden, mehr Flüchtlinge aus dem zerstörten Lager aufzunehmen. Dementsprechend äußerte er sich auf einer Vorstandssitzung der CDU am Montag entsprechend.
Merkel sagte, nach diesen Informationen habe sie bereits Verhandlungen mit Seehofer aufgenommen. Gleichzeitig will die Bundesregierung weiterhin nach einer europäischen Lösung suchen und unterstützt Griechenland.
Griechenlands größtes Flüchtlingslager wurde letzte Woche durch mehrere Brände fast vollständig zerstört. Ungefähr 11.500 Menschen wurden obdachlos, darunter 4.000 Kinder. Tausende ehemalige Camper, darunter schwangere Frauen und Familien mit kleinen Kindern, waren seitdem im Freien. Viele sind völlig erschöpft, hungrig und durstig. (Tsp, AFP)

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